Die russische Wirtschaft

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Ab 2010 Internet-Häuschen in Moskau

Mittwoch, 7.Oktober 2009

In der Moskauer Innenstadt werden die guten alten Telefonzellen von der Zukunft abgelöst. Denn dann soll es in der russischen Hauptstadt die ersten -Häuschen geben. Die neuen Einrichtungen sehen zwar so ähnlich wie Telefonzellen aus, beinhalten jedoch die feinste Technik im Inneren. So stehen für Kunden Computer mit Tastatur und Maus zur Verfügung. So können E-Mails gecheckt oder aber im gesurft werden. Und auch das Absenden von SMS ist in den neuen Moskauer -Häuschen möglich. Im Gegensatz zu den in Westeuropa üblichen Tarifen des Bezahlens nach der Menge des Datenverkehrs, wird dabei gegenwärtig erörtert, dass in eine andere Bezahlungsart installiert wird. Demnach könnte die Bezahlung nach Minuten erfolgen. Denn so ist die ganze Geschichte für den russischen Kunden lohnenswerter.

Sberbank gewährt Kredit für Sajano-Schuschensker Wasserkraftwerk

Mittwoch, 7.Oktober 2009

Die russische wird für die Reparaturarbeiten des Wasserkraftwerkes am Sajano-Schuschensker Stausee einen Kredit von bis zu 20 Milliarden gewähren. Dies ließ die Bank in Moskau verlauten. Der Chef der , German Gref, informierte darüber, dass der Kredit sofort abgerufen werden könne, wenn das Geld benötigt wird.

Das größte russische am Sajano-Schuschensker Stausee erlebte im August 2009 eine riesige Tragödie. An der völlig veralteten Anlage wurden vermutlich mehrere Rohrleitungen zu den Turbinen durch einen Druckstoß zerstört. Das Maschinenhaus wurde teilweise überflutet und stürzte zum Teil ein. Bei dem Unglück verloren 75 Menschen ihr Leben und es entstand ein Sachschaden in Höhe von über einer Milliarde US Dollar. Der Wiederaufbau am Schuschensker Stausee wird gut zwei Jahre dauern.

Russische Lohnnebenkosten – Ein Überblick

Dienstag, 29.September 2009

Die Einkommenssteuer beträgt in pauschal 13% für Residenten und 30% für Nichtresidenten. Resident ist jede natürliche Person, die Ihren ständigen Wohnsitz in hat bzw. sich nachweislich mehr als 183 Tage pro Jahr in aufhält. Um dies dem russischen Finanzamt nachzuweisen, genügt eine Kopie des Reisepasses einschließlich der Seiten mit den Ein- und Ausreisestempeln.

 

Die Lohnnebenkosten in Russland sind vollständig vom zu tragen und setzen sich aus der „Einheitlichen Sozialsteuer” und der zusammen.

Die „” ist degressiv und liegt je nach Einkommenshöhe zwischen 2% und 26% des Bruttogehalts des Mitarbeiters. Sie ist monatlich bis spätestens zum 15. des Folgemonats anteilig an den Föderationshaushalt, den Pensionsfonds und an die Sozial- und Krankenversicherungsfonds zu zahlen. Die Berichte über die Berechnung der Einheitlichen Sozialsteuer sind quartalsweise zu erstellen und bis zum 15. des folgenden Monats bei den zuständigen Behörden einzureichen.

 

Für alle Arbeitnehmer muss das Unternehmen neben der Sozialversicherung auch eine Betriebsunfallversicherung zahlen. Die Beitragssätze liegen zwischen 0,2, und 8,5% und sind vollständig vom Arbeitgeber zu zahlen.

 

Ein vereinfachtes Beispiel: Sie stellen einen Mitarbeiter in Russland ein und zahlen ihm ein Nettogehalt von 150.0000 pro Monat. Einkommenssteuer (13%): 19.500 ; : 169.500 ; Einheitliche Sozialsteuer (26%): 44.070 ; Betriebsunfallversicherung (0,2%): 339 ; Personalkosten für den Mitarbeiter insgesamt: 213.909 .

 

Über den Autor: Philipp Rowe ist Geschäftsführer der deutschen Unternehmensberatung RUFIL CONSULTING und unterstützt deutsche Tochtergesellschaften und Repräsentanzen in Moskau bei der russischen Buchhaltung.

Kontakt:

Philipp Rowe | RUFIL CONSULTING | Buchhaltung & Geschäftsaufbau in Russland

Tel: +7 495 233 01 25, Fax/ DE: +49 30 920 372 372

rowe@rufil-consulting.com

Aeroflot mit sinkenden Passagierzahlen – Stellenabbau geplant

Samstag, 19.September 2009

Trotz massiver Verluste im ersten Halbjahr 2009 will die größte russische Airline, , das Jahr 2009 mit Gewinnen beenden. Allerdings konnte -Chef Vitali Saweljew bei einer Bilanzpressekonferenz nicht verdeutlichen, wie dies gelingen soll. Denn im ersten Halbjahr 2009 ging die Zahl der Fluggäste um 16,5 Prozent im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum zurück. Zudem kündigte Saweljew an, dass die russische Airline bis Ende des Jahres 2.000 ihrer gut 16.000 Mitarbeiter entlassen muss. Sollten die Passagierzahlen zudem rückläufig bleiben, könnten weitere 4.000 Entlassungen folgen. Einer der Hauptgründe ist nach Ansicht des -Chefs eine fehlende Wertschätzung der größten russischen Airline in Europa. Zur Verbesserung des eigenen Images sollen demnächst 30 neue SuperJet Flieger bei der Aeroflot eingesetzt werden.

Russische Autobauer streichen Stellen

Samstag, 19.September 2009

Die russischen Autobauer stehen offenbar vor einem massiven Abbau der Arbeitsplätze. So kündigte der GAZ eine größere Entlassungswelle an. Nach Angaben des russischen Sozialministeriums in Moskau will der künftige Opel-Partner bis Ende des Jahres 2009 insgesamt 14.000 Mitarbeiter entlassen. Bereits Mitte des Jahres hatte der Autobauer angekündigt, in seinem Stammwerk in Nischni Nowgorod 7.000 Arbeitnehmer zu entlassen. Der GAZ war in Deutschland vor allem durch die Übernahme von Opel durch Magna und die russische bekannt geworden. Denn von dieser Übernahme der österreichisch-kanadischen Autozulieferbetriebes Magna und der soll GAZ profitieren. Momentan beschäftigt der künftige Opel-Partner des Oligarchen Oleg Deripaska knapp 50.000 Mitarbeiter. Zuvor verkündete bereits der größte russische Autobauer, Avtovaz, die Entlassung von 5.000 Mitarbeitern in den Lada Werken an.

Russland will wieder zahlreiche Unternehmen privatisieren

Donnerstag, 17.September 2009

Unter dem Eindruck der ersten Vorzeichen, dass die Wirtschaftskrise in bald vorbei sein könnte, will offenbar wieder verstärkt Unternehmen privatisieren. Dies kündigte der stellvertretende Ministerpräsident Igor Schuwalow in Moskau an. Details zum genauen Vorgehen und wie viele Firmen in private Unternehmen umgewandelt werden sollen ist bislang jedoch noch unklar. Nach Ansicht Schuwalows hat die Talsohle der Wirtschaftskrise bereits durchschritten und befindet sich momentan in einer Phase der Erholung. Das Niveau der Wirtschaft vor Beginn der Krise wird nach Angaben des stellvertretenden Ministerpräsidenten jedoch erst 2012 wieder erreicht werden. Für das gesamte Jahr 2009 wird von Experten ein Rückgang der russischen Wirtschaftsleistung von über acht Prozent erwartet, wobei im ersten Halbjahr um ein ganzes Zehntel geschrumpft ist und gegenwärtig aufgrund von Konjunkturprogrammen und gestiegenen Rohstoffpreisen wieder leicht wächst.

Russland beschließt Öl- und Waffengeschäfte mit Venezuela

Montag, 14.September 2009

wird zahlreiche Waffen an Venezuela verkaufen und zudem in der Ölförderung künftig eng mit dem südamerikanischen Land zusammenarbeiten. Venezuela wird dabei von 92 Panzer sowie das gegen Luftangriffe vorgesehene Raketenabwehrsystem S-300 kaufen. Um diesen Deal finanzieren zu können, wird dem südamerikanischen Land zudem 1,5 Milliarden Euro leihen. Zudem wurde nun bekannt, dass die russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil Venezuela einen Bonus in Höhe von 700 Millionen Euro gezahlt haben. Dieser erlaubt es den beiden Konzernen, bei der Erschließung des Ölfelds „Junin 6“ in Venezuela dabei zu sein, an dem Rosneft und Lukoil genauso wie Gazprom beteiligt sind.

Trotz Rückgang: Sberbank mit Nettogewinn

Donnerstag, 10.September 2009

Die russische konnte im ersten Halbjahr 2009 einen höheren Nettogewinn als erwartet verbuchen. Zudem stieg auch der operative Gewinn an. Wie die größte Bank Osteuropas am Donnerstag in Moskau mitteilte, betrug dieser von Januar bis Juni 2009 insgesamt 194 Millionen US Dollar. Analysten hatten für die russische Sberbank einen deutlich niedrigeren Nettogewinn in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 erwartet. Somit lag der Gewinn unter dem des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2008 konnte die Bank mit Sitz in Moskau nämlich noch zwei Milliarden US Dollar Nettogewinn erwirtschaften. Als Hauptgrund für den Gewinnrückgang führte die Bank die deutlich höheren Rückstellungen für Kreditausfälle an. Den operativen Gewinn bezifferte die Sberbank für das erste Halbjahr 2009 auf 9,95 Milliarden US Dollar – 44,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Rückgang der Arbeitslosenzahlen in Russland

Dienstag, 8.September 2009

Nach einem enormen Anstieg im Frühjahr 2009 ist die Zahl der Arbeitslosen in im Sommer 2009 rückläufig. Nach Angaben des russischen Ministeriums für Gesundheitswesen und soziale Entwicklung nimmt die Zahl der erwerbslosen Menschen gegenwärtig sogar wöchentlich ab. Ende August waren demnach 2,1 Millionen Menschen der bei Beschäftigungsdiensten registrierten Menschen in der Russischen Föderation offiziell ohne Beschäftigung. Seit Oktober 2008 waren insgesamt 600 000 Menschen entlassen worden, wovon inzwischen gut ein Drittel wieder in Lohn und Brot steht. Weitere 1,5 Millionen Menschen in befinden sich zudem in Kurzarbeit.

Russland erwartet Wirtschaftswachstum für 2010

Freitag, 4.September 2009

Trotz der nach wie vor vorhandenen Wirtschaftskrise in , erwarten nach den ersten Wirtschaftsexperten nun auch Politiker für das Jahr 2010 ein . Während für das Jahr 2009 ein Wirtschaftsrückgang von bis zu acht Prozent erwartet wird, soll das in im Jahr 2010 nach Angaben des russischen Finanzministers Alexej Kudrin ein bis drei Prozent betragen. Da der russische Finanzminister nicht als Schönfärber gilt – hatte er doch als einer der ersten in bereits im Herbst 2008 das Schlittern in eine Finanzkrise eingeräumt – wecken seine Aussagen berechtigte Hoffnung in der russischen Wirtschaft. Grund für den Optimismus gibt dabei nach Kudrins Worten vor allem der Ölpreis der Marke Ural, der im Schnitt um drei Dollar auf 58 Dollar pro Barrel steigen soll. Inwiefern sich dies jedoch auf die Bauwirtschaft und Automobilindustrie sowie die Chemiekonzerne auswirken wird, bleibt abzuwarten. Immerhin gab es hier im Jahr 2009 massiv Entlassungen, Konkursverfahren und Kurzarbeit.

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